Unter einer Bain-Marie wird ein Küchengerät verstanden, welches vorwiegend in der Gastronomie eingesetzt wird. Der Verwendungszweck bezieht sich vor allem auf Speisen, welche durch das eingesetzte System warm gehalten werden. Der Hauptbestandteil des Bainmarie ist ein Warmwasserbecken, welches bei Bedarf erhitzt werden kann. Überwiegend kommt es bei Suppen, Soßen oder Gulasch zur Anwendung, hierbei können extreme Zeitspannen eingespart werden, das Essen kann im Restaurant schneller serviert werden. Die zugeführte Wärme wird in der Regel über ein elektrisch betriebenes Gerät gewährleistet, teilweise können jedoch immer wieder gasbetriebene Gerätschaften beobachtet werden. In den Behälter wird typischerweise Wasser eingeführt, bei einer Erhitzung verteilt dieses die Wärme regelmäßig und gewährleistet auf diese Art und Weise einen gleich bleibenden Geschmack der Speisen. Das Bainmarie existiert in den unterschiedlichsten Farben und Formen, zumeist ist der Behälter jedoch in einer ovalen und länglichen Form gehalten, sodass auch größere Speisemengen erwärmt werden können. Ein weiterer Vorteil des Bainmarie besteht darin, dass nur das Wasser erhitzt wird, so werden nicht nur die Speisen gleichmäßig erwärmt, sondern auch schonend. Das Wasser kann aufgrund seiner Beschaffenheit keine Temperaturen über 100 Grad Celsius erreichen.
Das Bainmarie wird jedoch nicht nur zum Warmhalten von Speisen verwendet, sondern auch um empfindliche Speisen herzustellen oder zu erwärmen. Dazu gehört unter anderem auch das Schmelzen von Schokolade oder die Herstellung von bestimmten Desserts. Das Bainmarie erfährt heutzutage eine verbreitete Verwendung, vor allem in Restaurants und Gaststätten sind diese Gerätschaften vorzufinden. Auch bei Festen bei welchen das Essen geliefert wird, kommt das Bainmarie zum Einsatz, denn dort muss das Essen teilweise über längere Zeiten gelagert werden.
Das Bainmarie wurde von Maria der Jüdin erfunden, welche im 2. Jahrhundert lebte. Damals wurde ein Börsentopf zum Erwärmen von Speisen verwendet, dieser wurde in Schwaben unter anderem auch als Bemerie bezeichnet. Das Bainmarie wird bei der Herstellung sehr oft aus verschiedenen Metalllegierungen erstellt, in erster Linie soll das Metall rostfrei sein. Weiterhin ist anzumerken, dass die Hitze den Glanz des Metalls nicht verändern darf, denn dieses soll nach Möglichkeit schön aussehen. Teilweise werden unter das Bainmarie auch Kerzen gestellt, diese geben jedoch nur bei wenigen Gerichten genug Wärme ab, um das Gericht warmzuhalten. In der Regel dienen die Kerzen jedoch nur zur Dekoration, in manchen Fällen können diese den bereits erhitzten Topf auch über einen bestimmten Zeitraum warm halten. Falls ein Bainmarie erstmal erhitzt ist, kann dieses ohne zusätzliche Zuführung von Hitze das Essen aufwärmen, denn Metall verliert die Wärme nicht sehr schnell.